In „Golem“ geht es um Fragen der Menschlichkeit, Künstlichkeit, Wärme, Kälte, Nähe und Ferne. Startpunkt und narrativer Anker ist die Legende vom Golem, einem künstlich erschaffenen Mann aus Lehm, der zum Schutz geschaffen wurde, aber als er seinen Zweck verfehlt, und schädlich wird, zerstört werden muss.
Was bedeutet es wenn das eigene Fleisch zu einem Zwecke hin geformt ist, geformt wird, man es selbst formt? Was bedeutet es eine Hülle zu tragen, die die eigene Fleischlichkeit verdeckt, aber vielleicht auch schützt? Wo steckt das Echte, das Organische, das Fleischige in einem Golem? In einem Homunculus? In unseren Rollen und Masken?
Und wollen wir die Antworten überhaupt haben, geschweige denn wollen wir uns so nackt und fleischig zeigen?
In einem Raum von moral-ambiguity zum eigenen Fleisch und dem eigenen Lehm, zum Wert und Schaden von Rollen und Masken soll performt, getextet, gefragt, gezeigt und vielleicht auch geschrien werden.
Ein kontemplatives, auto-fiktives Ritual über echte und künstliche Körper.
Anschließend findet ein Nachgespräch statt.