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In „Golem“ geht es um Fragen der Menschlichkeit, Künstlichkeit, Wärme, Kälte, Nähe und Ferne.
Startpunkt der Inspiration und narrativer Anker ist die Legende vom Golem, einem künstlich erschaffenen Mann aus Lehm, der zum Schutz geschaffen/geformt/gebaut wurde, aber als er seinen Zweck verfehlt, und schädlich wird, zerstört werden muss.
Mit den Fragen, die dieser Legende und andere ähnlichen Geschichten die nach Ehrlichkeit, Echtheit, Zweck und Form fragen möchte ich mich dem Thema Fleisch nähern. Was bedeutet es wenn das eigene Fleisch zu einem Zwecke hin geformt ist, geformt wird, man es selbst formt?
Was bedeutet es eine Hülle zu tragen, die die eigene Fleischlichkeit verdeckt, aber vielleicht auch schützt? Wo steckt das Echte, das Organische, das Fleischige in einem Golem? In einem Homunculus? In unseren Rollen und Masken?
Und wollen wir die Antworten überhaupt haben, geschweige denn wollen wir uns so nackt und fleischig zeigen?
In einem Raum von moral-ambiguity zum eigenen Fleisch und dem eigenen Lehm, zum Wert und schaden von Rollen und Masken soll performt, getextet, gefragt, gezeigt und vielleicht auch geschrien werden.
Auf der Bühne soll es eine zentrale physical-theater / dance Performance geben, in einem lehmigen ritualistischen ein Bühnen-Bild. Lehm, Spiegel, Projektionen, Soundscapes und kleine Boxen in die man sich selber pferchen darf, denn die Sitz-Konstellation soll auch unklassich organisiert werden um eine andere Performance-Rezeption zu erproben.
Es soll ein Raum entstehen in dem Bewegung zur Bedeutungen und Elemente verknüpfenden Handlung wird, die ein Zeichen formt, etwas formuliert, vielleicht sogar lesbar wird und dann wieder verschwindet.
Ein kontemplatives, auto-fiktives Ritual über echte und künstliche Körper.