deBühne

Die deBühne fördert die Professionalisierung junger Theatergruppen, die sich mittelfristig eine feste Form geben wollen und ein Produzieren in der Freien Szene anstreben. Die Ausschreibung richtet sich an junge Theatermacher*innenam Ende ihrer Ausbildung oder ihres Studiums, die ihren Wohnsitz in Niedersachsen haben.

Was ist die deBühne?

Ganz gleich ob prämierte Gruppe, Nachwuchsensemble oder alteingesessenes Kollektiv, allen ist eines gemein: Das künstlerische Arbeiten unter Freien Bedingungen verlangt ein hohes Maß an organisatorischem Vermögen. Der Sprung in die Professionalität kann zu einer vermeintlich unüberwindbaren Hürde werden. Die Ensembles müssen sich das benötigte Wissen für ein professionelles Arbeiten in der Freien Szene autodidaktisch aneignen. Insbesondere die ersten Schritte außerhalb des universitären Kontextes, der bislang ein helfendes Gerüst bot, fordert viel Kraft, Mut und Eigeninitiative.
Eine zukunftsorientierte, praktische Fortbildung Kunst- und Kulturschaffender an der Grenze zur Selbstständigkeit findet in der deBühne, gleichberechtigt neben der Unterstützung in der Umsetzung einer künstlerischen Produktion statt. Das Augenmerk liegt darin, die Aufmerksamkeit dafür zu schärfen, dass das Eine nicht ohne das Andere zu erreichen ist.

Das Theaterhaus Hildesheim e.V. unterstützt im Rahmen seiner Hausreihe deBühne zwei junge Gruppen bei ihrem Schritt in das Arbeiten unter professionellen Freien Bedingungen. Die ausgewählten Gruppen realisieren eine Produktion.


Die deBühne ist Teil der FREI_TREPPE und wir gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, der Stiftung Niedersachsen und der Stadt Hildesheim.

Ausschreibung 2026/ 2027

Das Förderprogramm deBühne des Theaterhaus Hildesheim e.V. startet in die nächste Runde!
Die deBühne fördert die Professionalisierung junger Theatergruppen, die sich mittelfristig eine feste Form geben wollen und ein Produzieren in der Freien Szene anstreben. Die Ausschreibung richtet sich an junge Theatermacher*innen am Ende ihrer Ausbildung oder ihres Studiums, die ihren Wohnsitz in Niedersachsen haben.
Das Arbeiten unter Freien Bedingungen stellt nicht nur künstlerische, sondern vor allem auch organisatorische Anforderungen an Theaterschaffende. Die Entwicklung von Konzepten, die Antragstellung, die Organisation von Proben- und Aufführungsräumlichkeiten, Ausstattung und personeller Unterstützung, die Umsetzung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bis hin zur Projektabrechnung gehören zum Alltagsgeschäft.
Für viele junge Theatermacher*innen ist das noch Neuland. Der Theaterhaus Hildesheim e.V. unterstützt im Rahmen seiner Hausreihe deBühne zwei junge Gruppen bei ihrem Schritt in das Arbeiten unter professionellen Freien Bedingungen. Die ausgewählten Gruppen realisieren eine Produktion und werden dabei finanziell, ideell und beratend durch das Theaterhaus-Team unterstützt und begleitet.

Der Theaterhaus Hildesheim e.V. bietet:
* Teilfinanzierung durch einen Produktionskostenzuschuss (in Höhe von ca. 1.500 €)
* Einführung und Beratung für die eigene PR/ÖA, Fördermittelakquise inklusive Antragstellung und Abrechnung durch Mitarbeiter*innen des Theaterhaus-Teams
* kostenlosen Probe-, Werk- und Aufführungsraum
(9 Probentage und 3 Aufführungstage)
* 4 verpflichtende Workshops zu konkreten Themen freier Produktionsbedingungen (Termine folgen)
* gemeinsam zu entwickelnde Vermittlungsformate
* Austausch mit erfahrenen Freien Theatermacher*innen als Mentor*innen
* Medienpartnerschaft mit Radio Tonkuhle
* Netzwerktreffen mit ehemaligen deBühne-Gruppen und Freien Spielstätten / Institutionen

Der Theaterhaus Hildesheim e.V. sucht 2 Gruppen:
* 2 Gruppen
* junger Theatermacher*innen, die sich am Ende ihrer Ausbildung / ihres Studiums befinden oder diese/s kürzlich abgeschlossen haben
* mit gemeinsamen theaterpraktischen Erfahrungen
* die eine Produktion in Hildesheim planen (ohne Genre- und Spartenbeschränkungen) und ihren Wohnsitz in Niedersachsen haben
* die sich mittelfristig eine feste Form geben wollen und ein professionelles Produzieren und Arbeiten in der Freien Szene anstreben.

Im Vorfeld der Bewerbung besteht für alle potentiellen Bewerber*innen die Möglichkeit der Beratung durch die Leitung des Programms deBühne und/oder die Geschäftsführung des Theaterhaus Hildesheim.
Bei Beratungsbedarf meldet diesen einfach unter deBuehne@theaterhaus-hildesheim.de an.
Wir setzen uns dann zeitnah mit euch in Verbindung.

FAQ

Da die Erstellung eines stimmigen Kosten- und Finanzierungsplans, sowie die Suche nach geeigneten Förderer*innen bereits vor der eigentlichen Zu- bzw. Absage der Teilnahme bei der deBühne stattfinden muss, diese Arbeit aber gerade im Zuge der Professionalisierung eine zu erlernende Tätigkeit ist, bieten wir für alle während des Bewerbungsverfahrens Beratungen zur Erstellung des Kosten- und Finanzierungsplanes an.

Bei Fragen oder dem Wunsch einer Rückmeldung zum Kosten- und Finanzierungsplan im Vorfeld der Einreichung eurer Bewerbung wendet euch an uns: deBuehne@theaterhaus-hildesheim.de

Ein aussagekräftiges Konzept, in dem ihr euch, eure Gruppe und euer Projekt vorstellt und kurz erläutert weswegen ihr euch für die deBühne interessiert, sowie einen ausführlichen Kosten- und Finanzierungsplan. Achtung! Die anderen Förderer müssen noch keine Förderzusage erteilt haben. Es geht vor allem darum, dass ihr einen Kosten- und Finanzierungsplan erstellt, aus dem ersichtlich wird, dass ihr euch mit der niedersächsischen Förderlandschaft auseinandergesetzt habt und euch außerhalb des universitären Kontextes etablieren wollt.

Bitte gebt unbedingt auch an welcher der beiden deBühne-Zeiträume euch interessiert!

Junge Theatermacher*innen, die sich am Ende ihrer Ausbildung / ihres Studiums befinden oder diese/s vor Kurzem abgeschlossen haben. Als Gruppe solltet ihr bereits (mehrere) erste gemeinsame Projekte (außerhalb einzelner Seminarübungen in der Uni oder Fachhochschule) umgesetzt haben und auch zukünftig zusammenarbeiten wollen. Ihr arbeitet bisher noch nicht professionell in der Freien Szene, strebt dies jedoch als nächsten Schritt an.

Als ausgewählte Gruppe erhaltet ihr einen Produktionskostenzuschuss in Höhe von ca. 1.500,-€ vom Theaterhaus, der als Teilfinanzierung zu betrachten ist. Außerdem stellen wir euch die Räumlichkeiten des Theaterhauses in Hildesheim für 9 Proben- und 3 Aufführungstage kostenlos zur Verfügung. Während dieses Zeitraums könnt ihr die Technik und Infrastruktur des Hauses nutzen. Für die Aufführungen stellen
wir euch eine Abendspielleitung inklusive Betreuung der Kasse und der Theke.

Die deBühne-Gruppen erhalten direkt nach der Zusage ein kleines individuelles Coaching von uns zum jeweiligen Antrag, Kosten- und Finanzierungsplan und für das Projekt in Frage kommenden Förder*innen (und später dann auch dessen Abrechnung).

Workshops:
Am 02.09.2026 (von 10 – 16 Uhr) wird es den Workshop zu „How to – Anträge“ geben, damit ihr die Erkenntnisse hieraus direkt in die aktuelle Antragsrunde und euer deBühne-Projekt einfließen lassen könnt. Die Teilnahme an diesem Workshop ist verpflichtend!
Wenn ihr euch mit anderen Kollektiven zum Thema Anträge austauschen und anstatt allein am Schreibtisch in entspannter Gruppenatmosphäre eure Anträge schreiben möchtet, legen wir euch unseren „Langen Abend der Anträge“ nahe. Dieser findet am Montag, 14. September, ab 18 Uhr im Theaterhaus Hildesheim statt.
In weiteren Workshops werden einzelne Themen des Produzierens, bzw. der Produktionsbedingungen in der Freien Szene intensiv behandelt. Neben „How to – Anträge“, sind dies „Rechtliche Grundlagen der Kulturarbeit“ sowie „Netzwerkbildung & Profilschärfung“ und „Sicherheitstechnik und
Veranstaltungssicherheit“. Auch die Teilnahme an diesen Workshops ist verpflichtend. Hierfür werden euch die Termine mitgeteilt.

Netzwerkarbeit:
Ergänzend findet ein „Netzwerktreffen“ zum Austausch und Kennenlernen weiterer niedersächsischer Institutionen der Freien Szene und mit Ensembles vergangener deBühnen und Fach^Wek-Gruppen statt. Begleitung durch Projektleitung und Team des Theaterhauses:
Darüber hinaus erhaltet ihr von uns eine Einführung und begleitende Beratung in PR-Konzeption, Öffentlichkeitsarbeit, sowie im Controlling und der Projektabrechnung (inkl. rechnerischem und sachlichen Verwendungsnachweis).
Wir stehen euch auch bei allen anderen Fragen, die vor, während und nach eurer deBühne-Zeit auftauchen, gerne beratend zur Seite.

Medienpartnerschaft:
Radio Tonkuhle übernimmt eine Medienpartnerschaft für unsere deBühne-Gruppen. Diese beinhaltet ein Interview und/oder einen Trailer zu eurer deBühne-Produktion, der im Vorfeld der Aufführungen gesendet wird.

Mentoring:
Für den künstlerischen Diskurs stellen wir euch eine erfahrene Gruppe (aus den Freien darstellenden FAQ Künsten) als Mentor*in zur Seite. Diese wird euren Wünschen und eurer Arbeitsweise entsprechend gemeinsam gewählt. Wir legen hierbei jedoch einen Schwerpunkt auf regionale Künstler*innen (und / oder aus der sehr diversen Theaterhaus-Mitgliedschaft). Das Mentoring soll euch neben der künstlerischen
Beratung auch einen Einblick in die Lebens- und Arbeitswelt als Freie*r Künstler*in geben. Und dient dem Austausch.

Gastspiel:
Nach euren Aufführungen im Theaterhaus unterstützen wir beide deBühne-Gruppen mit ihrer jeweiligen Produktion bei der Realisierung eines Gastspiels in einer weiteren niedersächsischen Spielstätte des Freien Theaters.

Die Bewerbungsfrist endet am Sonntag, 2. August 2026. Im Anschluss werden wir die eingegangenen
Bewerbungen sichten und möglichst zeitnah unsere Auswahl treffen und euch benachrichtigen.

Aufgrund des normalen Spielbetriebs im Theaterhaus sind die Zeiträume, in denen im Theaterhaus gearbeitet werden kann, fix. Es stehen zwei Zeiträume in 2027 à 12 Tage zur Verfügung:
18.05. – 29.05.2027 oder 15.06. – 26.06.2027. In diesen 12 Tagen sind die letzten 3 Tage als Aufführungstage enthalten.

Achtung! Die Produktion muss im Theaterhaus umsetzbar sein und dort ihre Premiere haben.
Ausgenommen hiervon sind Site Specific Arbeiten.

Die Gestaltung des Kosten- und Finanzierungsplanes ist den Gruppen selbst überlassen. Einige Modalitäten
gilt es jedoch zu beachten:

1.) Der Produktionszuschuss von ca. 1.500,-€ seitens des Theaterhaus Hildesheim e.V. ist als Teilfinanzierung zu betrachten. Dementsprechend darf dies nicht die einzige Finanzierungsquelle sein.

2.) Förder*innen, die bereits das Format deBühne fördern, können nicht als Förder*innen für die Produktionen angefragt werden, da es sonst zu einer Doppelförderung käme. Die Reihe deBühne wird durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK), die Stiftung Niedersachsen sowie die Stabsstelle für Kultur und Stiftungen der Stadt Hildesheim gefördert.
(Radio Tonkuhle ist Medienpartner der Reihe deBühne.)

3.) Die Eintrittspreise für die Aufführungen legt ihr selbst fest und erhaltet auch die gesamten Eintrittseinnahmen (abzüglich der anfallenden Gebühren), die euren zu erbringenden Eigenanteil im Rahmen des Kosten- und Finanzierungsplans ausmachen. Nehmt diesen Posten also in euren Kosten- und Finanzierungsplan auf.

4.) Zur Professionalisierung gehört unserer Ansicht nach das Zahlen von fairen Löhnen und Gagen. Dies solltet ihr in eurem Kosten- und Finanzierungsplan beachten.
Bei Fragen: Wendet euch an die Leitung der deBühne!

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